Description: If one takes the term digression literally, it is a deviation from the regular course of the narrative, and in fact the digression is centrally determined by its quality of difference: In the courtly novel, it suspends the order of narration and allows the narrator to adopt an alternative speech posture, in which he usually addresses his audience directly with various topics. The study is initially aimed at a specialist medievalist audience, but also serves a broader interest in the development of the vernacular novel and its narrator figure.
Review Quotes: "Sandra Lindens außerordentlich umfangreiche, mehr als 600 Seiten umfassende Habilitationsschrift ist das Ergebnis langer und sorgfältiger Arbeit, und diese Sorgfalt und Mühe merkt man dem Buch in sehr positivem Sinne deutlich an. Der Band ist in zwei Teile untergliedert: am Anfang stehen umfangreiche Überlegungen zum Exkurs aus theoretischer Perspektive, angeschlossen wird ein Analyseteil, der auf fast 500 Seiten nicht weniger als sechs Romane und ihre Exkurse abhandelt. (...) Insgesamt bietet Sandra Lindens Habilitationsschrift eine ausgewogene, umsichtige Analyse der Exkurse im mittelhochdeutschen Roman. Das Buch offeriert wichtige neue Deutungsansätze, die narratologisch, rezeptionsästhetisch, wissensgeschichtlich und mit Blick auf die Emotionstheorie weiter fruchtbar gemacht werden können. Das macht die Arbeit zu einer wichtigen Grundlage zukünftiger Forschung: Wer auf der Höhe der Zeit, der Methodologie und der mediävistischen Kenntnis über den Exkurs im Roman handeln will, kommt an Lindens Arbeit als Standardwerk nicht vorbei."
Von Stefan Seeber
In: https: //literaturkritik.de/public/rezension.php?rez_id=24635