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Selinus V. Die Metallfunde Aus Selinunt: Der Fundstoff Aus Den Grabungen Des Deutschen Archaologischen Instituts Auf Der Agora

Contributor(s): Baitinger, Holger (Author), Alvarez-Dossmann, Evelyn (With)

ISBN: 9783954901722

Publisher: Dr Ludwig Reichert Verlag

Hardcover
$117.00
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Pub Date: November 3, 2016

Lexile Code: 0000

Target Age Group: NA to NA

Physical Info: 0.00" H x 0.00" L x 0.00" W ( 1.18 lbs) 308 pages

BISAC Categories:

History | Ancient | Greece | Social Science | Archaeology

Series: Sonderschriften Des Deutschen Archäologischen Instituts ROM

Descriptions, Reviews, etc.

Description: Bei den Ausgrabungen der Abteilung Rom des Deutschen Archaologischen Instituts auf der Agora der griechischen Koloniestadt Selinunt im Sudwesten Siziliens sind in grosser Zahl Kleinfunde aus Bronze, Eisen, Blei und Silber zutage gekommen, die im Rahmen eines von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geforderten Projekts zwischen 2009 und 2011 wissenschaftlich ausgewertet wurden. Der Metallfundkomplex aus Selinunt ist der bislang grosste dieser Art im westgriechischen Bereich und der erste umfangreiche Fundbestand aus einer griechischen Stadt archaischer Zeit, der zusammenfassend veroffentlicht wird; die grossten Komplexe an Metallobjekten aus der griechischen Welt kennt man bislang vorwiegend aus bedeutenden Heiligtumern wie Olympia oder Delphi.Die 1137 im Katalog erfassten Objekte belegen ein riesiges Einzugsgebiet der Hafenstadt Selinunt, das von Sud- und Zentralfrankreich im Westen bis in den Kaukasus und Zypern im Osten reicht. Erstaunlich ist der hohe Anteil an einheimisch-sizilischen Metallfunden und an Fremdstucken aus teilweise weit entfernten Regionen des Mittel- und Schwarzmeerraums, wahrend griechisches Material in vergleichsweise geringen Mengen vorkommt. Das breit gefacherte Spektrum der Funde umfasst unter anderem Waffen und Rustungsstucke, Teile von Gefassen, Schmuck und Trachtbestandteile sowie Werkzeuge und Gerate, aber auch Rohmetall, Halbfabrikate, Gussabfalle und Schlacken. Ein erheblicher Teil der aus Buntmetall hergestellten Objekte ist nur fragmentarisch erhalten und nicht selten erkennt man Spuren willentlicher Zerstorung. Verbluffende Ubereinstimmungen mit Material aus sudfranzosischen "Brucherzhorten" legen die Vermutung nahe, dass ein nennenswerter Teil der Bronzen aus Selinunt bereits in fragmentarischem Zustand dorthin gelangte, es sich also nicht um normalen "Siedlungsabfall" handelt, sondern vielmehr um Material, dem zumindest teilweise ein "pramonetarer" Charakter zukam. In diese Richtung weist auch der Umstand, dass die Zahl der Metallobjekte insbesondere in den fruhesten Schichten der Agora (spates 7./erste Halfte des 6. Jahrhunderts v. Chr.) sehr hoch ist, wahrend er ab der zweiten Halfte des 6. Jahrhunderts v. Chr. - also nach der Einfuhrung der Munzpragung in Selinunt - stark rucklaufig ist.Die Publikation der Metallobjekte von der Agora in Selinunt stellt somit ein wichtiges Referenzwerk dar, dessen Bedeutung weit uber Sizilien hinaus auch fur die Agais, den westlichen Mittelmeerraum und Westeuropa grosse Bedeutung besitzt.

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