Description: Unter diesem Motto wurde mit einem Kolloquium zum Thema "Inschriften als Zeugnisse kulturellen Gedachtnisses" an die Grundung der Gottinger Inschriftenkommission im Jahr 1970 erinnert. Die Beitrage des Jubilaumskolloquiums widmen sich zentralen Themen der Inschriftenforschung. Aus der Sicht der Kunstgeschichte hat Gia Toussaint die inschriftliche Kennzeichnung von Reliquien in Byzanz und im Westen in den Blick genommen. Als Historiker lenkt Rudiger Fuchs bilanzierend-fragend die Aufmerksamkeit auf eher unspektakulare Inschriften wie z. B. Hochwassermarken oder Masseinheiten. Der sprachhistorische Beitrag von Ingrid Schroder hat "Niederdeutsche Inschriften als Zeugnisse regionaler Kultur" zum Gegenstand. Abschliessend untersucht Arnd Reitemeier unter dem Titel "Die Reformation und ihre Folgen in Niedersachsen" den Quellenwert der Inschriften fur die Frage nach Einfuhrung und Konsolidierung der neuen Konfession. Die Beitrage werden erganzt durch zwei Rechenschaftsberichte der ehemaligen Vorsitzenden der Gottinger Inschriften-Kommission, Karl Stackmann und Ulrich Schindel. Hinzu kommt ein Situationsbericht des Mitarbeiters der ersten Stunde, Werner Arnold. Das Vorwort des Herausgebers skizziert die zukunftige Entwicklung der Arbeitsstelle.
Review Quotes: "Review - German -----------------------------------""Insgesamt liefert der erste Teil des Sammelbandes einen Einblick in die Werkstatt vergangener Zeiten, der Gegenwart und der Zukunft und zeigt, dass eben nicht nur Inschriften, sondern auch Inschriftenkommissionen und -arbeitsstellen ein Stuck Geschichte widerspiegeln konnen. Da in diesen Beitragen konzeptionelle und praktische Arbeiten sehr transparent dargelegt werden, ist die Lekture all jenen, die vergleichbare grossere Projekte in Angriff nehmen wollen, ans Herz zu legen. Dass sich unter den Bildern im Tafelteil nicht nur eine Auswahl von Abbildungen der in den verschiedenen Beitragen besprochenen Inschriftentrager finden, sondern auch Fotos von den ehemaligen Leitern und verschiedenen Mitarbeitern der Arbeitsstelle, verleiht den Arbeitsberichten daruber hinaus eine personliche Note.(...) Im zweiten Teil des Bandes wird die Sicht auf die Inschriften auf kulturhistorische Fragestellungen ausgeweitet. (...) Diese Beispiele mogen genugen, um zu zeigen, dass auch der Band zu den Inschriften des Landkreises Holzminden das Forschungsprogramm zu befordern vermag, das im Sammelband zum 40jahrigen Bestehen der Gottinger Inschriftenarbeitsstelle entworfen wird .""Von Katharina Ulrike MerschIn: Niederlandisches Jahrbuch fur Landesgeschichte, Hg. von der Historischen Kommission fur Niedersachesen und Bremen, Band 85, S. 461-465."