Description: Der vorliegende Tagungsband dokumentiert die Ergebnisse des 3. Trierer Bibliotheksworkshops vom 19./20. Juni 2009. Im Mittelpunkt stehen Fragen nach den historischen Veränderungen mittelalterlicher Bibliotheken und einzelner Kodizes im Laufe ihrer Geschichte. Einer statischen Sicht von Bibliotheken und Handschriften werden Phänomene ihrer Dynamisierung und strukturellen Mobilisierung durch Bestandsveränderung, Glossierung, Neuordnung und ähnlichem mehr entgegengehalten. Die Beiträge beziehen sich u. a. die Dombibliotheken von Hildesheim und Halberstadt, das Skriptorium von Kloster Arnstein, die hebräischen Fragmente der Stadtbibliothek Trier oder Ekkehard IV. als Benutzer der Klosterbibliothek von St. Gallen.
Review Quotes: "Durch seine Fallstudien bietet der Band viele Facetten von Dynamik gegenüber dem sonst üblichen eher statischen Blick auf ma. Bibliotheken."
Jessica Kreutz
In: Deutsches Archiv für Erforschung des Mittelalters, Band 70,1, 2015, S. 227-228.
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"Die zehn Beiträge des Bandes erfüllen (...) die in der Einführung geweckten programmatischen Erwartungen. Als Werkstattberichte zeigen sie aber zweifellos auf, dass der Ansatz, die mittelalterliche Bibliothek als dynamischen Prozess zu begreifen, fruchtbar ist und zu neuen Fragestellungen anregt. Den mit Tafeln reichlich ausgestatteten Band beschliessen
ein Personenregister und ein Handschriftenregister"
Ernst Tremp
In: Archiv für Kulturgeschichte, Band 97, Heft 1, 2015, S. 213-217.
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"Die verschiedenen Dynamisierungsmöglichkeiten in bzw. von einzelnen mittelalterlichen Bibliotheken werden von den verschiedenen Autorinnen und Autoren beschrieben. Dynamisierung kann die Erstellung einer dynamischen Edition mit Hilfe von OnlineAusgaben (Klaes) bedeuten, aber kann auch die Veränderung des Buchbestandes durch monastische Reformen im Spätmittelalter oder durch Reformation (Kruse) meinen.
Die Mehrzahl der Beiträge ist angenehm zu lesen und bietet mitunter faszinierende Zugänge zu verschiedenen Veränderungsprozessen in mittelalterlichen Bibliotheken, wobei erfreulicheIweise verschiedene Bibliothekstypen
(z. B. Klosterbibliotheken, eine medizinische Fachbibliothek und jüdische Bibliotheken) in die Betrachtung einbezogen werden. Hervorzuheben ist noch der Tafelteil am Schluss des Tagnngsbandes, der zum Verständnis der Darstellungen wesentliche (Farb-)Abbildungen von Seiten bzw. Blättern aus den einzelnen Handschriften versammelt. Dem Tagungsband mit seinen Aufsätzen ist eine diskussionsfreudige Aufnahme in der Wissenschaft zu wünschen. Möge damit der Impuls zu einer weiteren Erörterung gelegt sein, die hoffentlich noch viele neue Erkenntnisse zur Buchkultur im Mittelalter erbringen wird."
Patrick Trautmann
In: Pro Libris, 2014, S. 94-103.