Description: In diesem Buch steht das mehrsprachige Werk der elsassischen Regionalschriftstellerin Marie Hart (1856-1924) im Mittelpunkt. In die elsassische Literatursprache der Autorin sind franzosische und standarddeutsche Einsprengsel integriert, und zwar sowohl in die Erzahler- als auch in die Figurenrede. Die sprachliche Heterogenitat der Texte, die bislang in der Forschung kaum Beachtung fand, beruht auf einem realen Di- bzw. Triglossiehintergrund des Elsass, geht allerdings mitunter weit daruber hinaus. Ausgewahlte Erzahlungen und Novellen werden analysiert und die Bedeutung der fremdsprachigen Insertionen mithilfe einer hybriden Methodik herausgearbeitet. Darauf aufbauend stellt sich die Frage nach einer elsassischen Identitat im Werk. Dies ist besonders reizvoll, da die Texte zwei einschneidende politische Umbruche thematisieren: die Annexion des Reichslandes Elsass-Lothringen im Jahr 1871 durch das Deutsche Kaiserreich sowie die Ruckkehr der Region zu Frankreich im Jahr 1918/1919.