Description: Widersprüchliche Fernsehbilder und Zeitungsnachrichten führen uns fast täglich die offenbar ständig Berichte aus den wachsende Kluft zwischen den Industrie- und den sogenannten Entwicklungslän- Entwicklungsländern dern vor Augen. Reichtum, Verschwendung und der Einführung immer ausgefeil- terer Technologien zur Umwandlung von natürlichen Ressourcen sowie von hoch- wertigen Informations-, Kommunikations- und Steuerungssystemen in "unserem" Teil der Welt stehen Armut, Verelendung und gesellschaftliche und politische Kri- sen bis hin zum Völkermord in der "Dritten Welt", im "Süden", in den "Ent- wicklungsländern" gegenüber. Aus dem Süden der Welt erreichen uns jedoch nicht nur Schreckensnachrichten. Bilder des Elends wechseln sich durchaus mit Bildern von märchenhaftem Prunk, glitzernden Metropolen und raschen Indu- strialisierungsprozessen ab. Unermeßlichen Reichtum, aber auch soziale Versor- gungssysteme gibt es (zumindest für die einheimische Bevölkerung) in den ölex- portierenden Ländern des Vorderen Orients; Wolkenkratzer, Stadtautobahnen und unvorstellbare Blechlawinen fügen sich in das Bild lateinamerikanischer Metropo- len. Ebenso ist die rasante industrielle und teilweise auch technologische Entwick- lung in den ost- und südostasiatischen Ländern Teil der Realität des "Südens". Unterschiedliche Es ist nicht unbedingt journalistische Willkür, wenn uns die Medien einerseits sozial- und immer wieder neue Nachrichten über das Scheitern von Entwicklungsprojekten, wirtschaftswissen- die Blockierung notwendiger Reformen durch egoistische Eigeninteressen Privi- schaftliehe legierter, die Verletzung von Rechten der Armen sowie über die Mißachtung von Erklärungsansätzte Umweltschutzgesetzen liefern und andererseits von effektiven Demokratisie- rungsprozessen, dynamischer industrieller Expansion und wachsendem Massen- konsum in Regionen der "Dritten Welt" berichten.