Description: Mittelalterliche Kloster entwickelten im sozialen und religiosen Wandel des 11. bis 13. Jh. innovative Formen der Lebensgestaltung und Weltdeutung. Vor diesem Hintergrund untersucht der Band in 22 Beitragen die klosterliche Welt des Mittelalters als eine Wegbereiterin der Moderne. Kloster des Mittelalters entwickelten zwischen dem 11. und 13. Jahrhundert eine beispiellose Rationalitat der Lebensgestaltung. Sie vertrauten auf die Geltungskraft von gesatztem Recht und gaben sich erstmals ganz Europa uberspannende Verfassungen. Klosterliche Gemeinschaften verlangten aber nicht nur die Verinnerlichung der jeweiligen Verhaltensregeln. Der Einzelne sollte auch die individuelle Kraft seines Gewissens mit den gemeinschaftlichen Vorgaben in Einklang bringen und somit Transzendenz (er)leben. Bekanntes Wissen uber Jenseits und Welt wurde gezielt gesammelt und neu geordnet. Somit entstanden sinnstiftende Weltdeutungen, die mit ihren gesellschaftlichen und politischen Ordnungsentwurfen in die Welt wirken wollten. Der Band analysiert, wie Kloster im Mittelalter zwischen Jenseits und Welt Innovationen durch Deuten und Gestalten schufen.
Review Quotes: Zwischen dem 11. und 13. Jahrhundert avancierten Kloster des Mittelalters zu bedeutenden Vordenkern und Impulsgebern gesellschaftlicher Neuerungen. Sie sammelten und ordneten verfugbares Wissen uber Jenseits und Welt. Auf diese Weise entstanden sinnstiftende Weltdeutungen, die mit ihren gesellschaftlichen und politischen Ordnungsentwurfen in die Welt wirken wollten: Wie liessen sich Gott und die Welt erfassen? Welche Organisationsformen, welche normativen Strukturen und welche Denkmuster schufen sie? Wie wirkten diese Deutungsmodelle in die Welt?Ausgehend von diesen und weiteren Fragen erschliesst die neue Reihe "Kloster als Innovationslabore. Studien und Texte" in Editionen und Darstellungen, wie Kloster im Mittelalter zwischen Jenseits und Welt Innovationen durch Deuten und Gestalten schufen.