Description: Die Detailanalyse von neun deutschen Versionen der beiden wichtigsten Erzählungen Hermann Melvilles, «Benito Cereno» und Billy Budd, versucht, jede der zwischen 1938 und 1967 erschienenen Übersetzungen als zeitgebundene Interpretation der Ausgangstexte sprechend zu machen und in den rezeptionshistorischen Kontext einzubetten. Neben zensurbedingten Eingriffen und dem Einfluß einer französichen Mittlerübersetzung im Fall der Versionen von 1938 wird der übersetzerischen Behandlung der Erzählstrategie, der Deutung der Protagonisten und den sprachlichen Problemen besondere Aufmerksamkeit gewidmet. Die Detailanalyse der beiden erwähnten Texte wird ergänzt durch eine Skizze der Übersetzungsgeschichte aller übrigen Erzählungen und ein Verzeichnis bisher unbekannter Rezeptionsdokumente aus diesem Jahrhundert.
Review Quotes: «...eine streng textbezogene Arbeit, die von einläßlichen Interpretationen des Originals, die in ihrer Originalität in Einzelheiten durchaus über den Charakter eines Forschungsberichtes hinausgehen, eingeleitet werden und an die sich ausführliche Übersetzungsanalysen anschließen, die wie alles, was der Göttinger SFB bislang vorgelegt hat, durch ihren Umfang und ihre Vollständigkeit, ihre akribische Textstudien und ihr literaturhistorisch fundiertes Urteil beeindrucken.» (Norbert Greiner, Target)
«Insgesamt haben wir eine hervorragende Arbeit vor uns, die, ständig ins Detail gehend, selber im Detail zuverlässig ist.» (Hans-Joachim Lang, Literatur in Wissenschaft und Unterricht)
«Das Bewußtsein ... geschärft und dabei eine brillante Analyse von Melvilleübersetzungen ins Deutsche geliefert zu haben gehört zum großen Verdienst Göskes, der damit eine gesicherte Basis für zukünftige rezeptionsgeschichtliche Arbeit geschaffen hat.» (Walter Grünzweig, Arbeiten aus Anglistik und Amerikanistik)
«Dieses überaus klar und kenntnisreich geschriebene Werk darf einer günstigen Aufnahme sicher sein. Es vermag Wesentliches zu einer vertieften Erkenntnis der Rezeption Melvilles im deutschen Sprachraum beizutragen.» (John D. Gallagher, Translatio)