Description: Fur die Entwicklung konfessioneller Vielfalt innerhalb der lateinischen Christenheit, die damit verbundenen politischen Herausforderungen und das Entstehen toleranter, auf religiose Koexistenz abzielender Konfliktlosungen ist das fruhneuzeitliche Ostmitteleuropa ein bedeutender Untersuchungsraum. Denn Religion und Politik waren in den grossen Herrschaftsbildungen zwischen Ostsee und Adria, in Polen, Bohmen und Ungarn, in spezifischer Weise miteinander verbunden. Religionsfreiheit, die als Bestandteil der Landesfreiheiten galt, war gleichsam das einigende Band der Gesellschaft in dieser Geschichtsregion.