Description: In der Zeit um 1800 erreichte die Antikebegeisterung einen vorlaufigen Hohepunkt: Seit der zweiten Halfte des 18. Jahrhunderts wollte man eine Ahnlichkeit der Deutschen mit den alten Griechen erkennen; in der Philologie errang man in einem durchaus offentlich gefuhrten Diskurs die bis heute geltende Erkenntnis, dass Ilias und Odyssee nicht die Werke eines einzigen Dichters waren; in der Bildenden Kunst und in der Literatur etablierte sich europaweit, wenn auch in unterschiedlicher Geschwindigkeit und Auspragung, der "Klassizismus". Die Beitrage dieses Buches kreisen um Weimar, das Zentrum dieser Bewegung in Deutschland. Ein interdisziplinarer Zugang erschliesst zahlreiche Facetten der Antikerezeption: Mythologie, Geschichtsschreibung, Kunst, Archaologie und Agyptenbegeisterung.
Brief description: Veit Rosenberger, geb. 1963. Studium der Alten Geschichte, Klassischen Philologie und Klassischen Archaologie in Heidelberg, Augsburg, Koln und Oxford. Promotion 1992 (Heidelberg), Habilitation 1997 (Augsburg). Lehrtatigkeit an der Universitat Augsburg und an der Emory University (Atlanta). Seit 2006 Professor fur Alte Geschichte an der Universitat Erfurt. Forschungsschwerpunkte: Triumphe und Siegesfeiern in der Antike, Sterben und Tod in der Antike, antike Chroniken, Religionsgeschichte, Antikenrezeption.