Book Cover

Atlantikuberquerungen: Die Politik Der Sozialreform, 1870-1945

Contributor(s): Rodgers, Daniel T (Author), Bohmer, Katharina (Translator), Siber, Karl Heinz (Translator)

ISBN: 9783515084826

Publisher: Franz Steiner Verlag Wiesbaden GmbH

Hardcover
$86.00
- +
Buy

Pub Date: January 21, 2010

Lexile Code: 0000

Target Age Group: NA to NA

Physical Info: 0.00" H x 0.00" L x 0.00" W ( 0.00 lbs) 645 pages

BISAC Categories:

Political Science | General

Series: Transatlantische Historische Studien

Descriptions, Reviews, etc.

Description: "The most belated of nations" - so nannte Theodore Roosevelt die USA im Ringen um Arbeiterentschadigungen 1907. Immer wieder beklagten Reformbefurworter die Ruckstandigkeit der Sozialpolitik der Vereinigten Staaten und forderten eine starkere Orientierung an auslandischen Vorbildern. Allen Vorstellungen amerikanischer Selbstbezogenheit zum Trotz: Die Trager der Sozialreformen von 1870 bis zum Endes des Zweiten Weltkrieges bildeten ein starkes internationales Netzwerk, dessen Grundzuge Daniel T. Rodgers hier nachzeichnet.

In einem weit ausgreifenden Vergleich zwischen Europa und den Vereinigten Staaten analysiert der Autor die Versuche, die Auswuchse des ungezugelten Kapitalismus einzudammen. Dabei legt er die gemeinsamen Wurzeln von Losungsansatzen in der Stadtplanung, in der Sozialversicherung, sozialem Wohnungsbau und genossenschaftlicher Landwirtschaft frei und verfolgt die Dynamik der internationalen Entwicklung - gespeist durch standigen gegenseitigen Austausch, Nachahmung und Rivalitat quer uber den Atlantik.

Im Mittelpunkt der Debatten, die gleichermassen von Politikern, Burokraten, Wissenschaftlern und engagierten Burgern getragen wurden, standen die noch heute zentralen Fragen zur Rolle des Staates, zur Professionalisierung der Politik und zur gemeinsamen Verantwortung angesichts einer weltweiten Herausforderung.

Review Quotes: "Das Buch ist als wissenschaftliche wie als literarische Leistung in hohem Masse lesenswert. Die individuellen Akzentsetzungen - die Privilegierung von Stadtplanung und Wohnungsbau vor Armenhilfe, Krankenversicherung oder Arbeitsbeschaffung, die Betonung internationaler Verbindungen vor nationalen Pfadabhangigkeiten - stehen in manchem quer zu den Hauptstrassen der Forschung, provozieren aber gerade deswegen intensives Nachdenken uber die gangigen Meistererzahlungen der Sozialpolitik.""Die eindrucksvolle Studie stellt nicht nur eine Neuinterpretation bereits an anderer Stelle betrachteter Politikfelder dar, sondern besticht durch ihre Gesamtinterpretation der ersten Halfte des 20. Jh.s ald Verflechtungsgeschichte. Sie prasentiert einen weit ausgreifenden Vergleich beider Kontinente und eine Analyse der komplexen Akteursbeziehungen. Die Atlantikuberquerungen werden unterhaltsam dargestellt und scharfen den Blick fur die Transnationalitat der Formierungsphase der industriellen Gesellschaft des 20. Jh.s.""Rodgers fuhrt den Leser souveran durch das "Wirrwarr von transnationalen Einflussen und Aneignungen" (S. 74) und unternimmt mit ihm eine Art sozialgeschichtlicher tour d'horizon. In seiner blendend geschriebenen Monografie hat er nicht nur die Sozialpolitiken verschiedener Staaten des nordatlantischen Wirtschaftsraum miteinander verglichen. Er hat auch das Netzwerk amerikanischer Progressivisten, ihre Niederlagen und ihre, oft fluchtigen, Erfolge mit klarem Blick durchdrungen.""Rodgers' Buch hat bereits in wenigen Jahren den Rang eines Klassikers erworben. Es wird zu Recht als ein Musterbeispiel der transnationalen Geschichtsschreibung gepriesen. In elf Kapiteln legt Rodgers ein weit verzweigtes Beziehungsgeflecht von Politikern, Journalisten, Philantrophen, Wissenschaftlern, Sozialarbeitern, Sozialisten und Frauenrechtlern aus Europa und Nordamerika frei, das das konventionelle Bild von den Vereinigten Staaten als eigenbrotlerischen sozialpolitischen Spatzunder relativiert. [...] Atlantikuberquerungen uberzeugt in der quellengesattigten, generationenubergreifenden Darstellung von zivilgesellschaftlich engagierten Burgern, deren transnationalen Netzwerke sozialpolitische Initiativen von beiden Seiten des Ozeans miteinander verbanden. Fast noch lehrreicher als die Analyse einzelner Ubersetzungs- und Adaptionsleistungen sind die Passagen, in denen Rodgers die Grenzen der transatlantischen Kooperation aufzeigt. [...] Den Herausgebern der Transatlantischen Historischen Studien des Franz Steiner Verlags ist zu danken, dass sie Rodgers Studie in einer flussig geschriebenen und angenehm zu lesenden Ubersetzung einer deutschsprachigen Leserschaft zuganglich gemacht haben."

Worth Considering
Product successfully added to cart!