Description: Originally presented as author's thesis (doctoral) - FernUniversiteat Hagen, 2003.
Review Quotes: "[...] Modellcharakter fur die kunftige Mirakelforschung... .""[...] un tres beau livre. [...] son travail est tres precieux, non seulement pour les specialistes de l'hagiographie, mais aussi pour tous ceux qui s'interessenta l'histoire de la Rhenanie au Moyen Age central. [...]U.K. ouvre un debat qui depasse largement son sujet initial et donne matiere a reflexion a tous ceux qui s'interessent au phenomenede l'etonnante multiplication des sources ecrites au Xie s.""... ein grosser Gewinn.""...hochreflektiert und zugleich auffallend sorgfaltig formuliertes Buch""Die Zusammenhange zwischen Wunderkulten und Herrschaftsausbau, die Kleine in ihrer originellen Neuinterpretation der rheinischen Mirakelsammlungen plausibel machen kann, gilt es in der Wunderforschung kunftig vermehrt zu berucksichtigen. Ebenso hat ihre Arbeit gezeigt, wie fruchtbar die Uberlegungen aus der Schriftlichkeitsforschung, die analytische Unterscheidung von Herstellung (>), Gebrauch (>) und Aufbewahrung (>) sowie die Beachtung > Dimensionen von Schriftlichkeit, auch auf die mittelalterliche Mirakelliteratur angewendet werden konnen. Ohne Einbettung der Schriftstucke in ihre konkreten Entstehungs-, Gebrauchs- und Uberlieferungs-zusammenhange wird auch die Wunderforschung kunftig nicht mehr auskommen.""In ihrer nicht nur inhaltlich, sondern auch methodisch sehr wertvollen und viele entscheidende Entwicklungen der jungsten Forschung beachtenden Studie rekonstruiert Uta Kleine sehr differenziert und streng an den Quellen orientiert den schwierigen Prozess des Ubergangs der nicht schriftlichen Kommunikation - sei es die fama oder Inhalte, die durch bestimmte Rituale im Zusammenhang mit den Mirakula vermittelt wurden - in ihre schriftliche Form. Genau das macht ihre Arbeit uber die auch im 21. Jahrhundert nicht obsolet gewordenen Wunder fur die mediavistische Forschung so wertvoll.""Kleine hat eine in mehrerer Hinsicht beachtenswerte Studie vorgelegt, die die Mirakelforschung in vielen Belangen auf den Punkt bringt, hinter den sie kunftig nicht mehr gehen sollte.""Kleine versucht neben der Einzelanalyse der sechs Mirakelbucher und an deren exemplarischem Beispiel nichts weniger als die Entschlusselung des Transformationsprozesses von Rede und Schrift, eine 'Archaologie' der nichtliterarischen Kommunikation und das Entwirren des historischen Geschehens aus den Netzen der philologischen Semantik. Das schwierige Unterfangen gelingt Kleine in einem ausserordentlich hohen Masse mittels einer ungemein genauen, an nahezu samtlichen wissenschaftlichen Turns der letzten Jahrzehnte geschliffenen Begrifflichkeit, die jedoch immer auf den Quellenbegriff reflektiert und moglichst nahe am Material bleibt, sowie einer ebenso prazisen, systematischen Analyse. Kleines ambitioniertes Ziel mundet in einem nicht minder grossen Erkenntnisgewinn.""Uta Kleine ist es mit ihrer Studie gelungen, Mirakelberichte nicht nur fur eine hagiographisch interessierte Leserschaft erneut zu deuten, sondern daruber hinaus einen tieferen Einblick in die Sozialgeschichte mittelalterlicher Frommigkeit im Hochmittelalter zu gewahren."