Description: Ist Polen anders?
Das Bild von Polen und seiner Geschichte ist außerhalb des Landes von einer vermeintlichen Fremdheit und Andersartigkeit geprägt. Dies gilt insbesondere für die Zeit nach 1945. Das vorliegende Buch zeigt erstmals, wie stark Polen in gesamteuropäische und globale Zusammenhänge einbezogen war und ist. Die Bedeutung der Teilung des Kontinents vom Ende des Zweiten Weltkriegs bis 1989 wird dabei relativiert. Stattdessen werden allgemeine Fragen von Migration, Mobilität und Verflechtung in den Vordergrund gestellt. Insbesondere dem "sozialistischen Alltag" wird Aufmerksamkeit geschenkt. Zusätzlich wird versucht, die Entwicklung Polens in den letzten 25 Jahren fortzuschreiben.Das Buch befindet sich an einer Schnittstelle von kultur-, sozial- und politikwissenschaftlicher Forschung und möchte die Perspektive auf unseren wichtigsten östlichen Nachbarn aktualisieren und verändern helfen.
Review Quotes: DAMALS, Nr. 10 (2015)
"Markus Krzoska legt eine kompakte Kurzgeschichte der polnischen Gesellschaft im Staatssozialismus und in der Transformationsphase vor, in der Sozial-, Kultur-, Alltags- und politische Geschichte zusammen fließen." (Prof. Dr. W lodzimierz Borodziej)
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H-Soz-Kult, 17.09.2015
Rezensentin Anna Pelka hebt hervor, Markus Krzoskas Buch liefere "einen wichtigen Perspektivenwechsel für die europäische Zeitgeschichte, indem sich die gemeinsame Geschichtserfahrung weniger auf politische und mehr auf gesellschaftliche Entwicklungen konzentriert."
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Portal für Politikwissenschaft, 13.08.2015
Rezensent Martin Munke hebt hervor, Markus Krzoska schreibe "gegen eine Staats- bzw. Parteifixierung in der Historiografie an, um stattdessen den gesellschaftlichen Alltag ins Licht zu rücken" und zeige damit auf, wie sehr Land und Bevölkerung "von einer hohen (räumlichen und sozialen) Mobilität geprägt [seien] - Polen erscheint im Sozialismus und erst recht danach als ein Land in ständiger Bewegung".
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