Description:
Das Buch behandelt die Entwicklung von Sicherheitskulturen in Deutschland und Russland bzw. der Sowjetunion seit dem späten 19. Jahrhundert im Vergleich.
Die Beiträge konzentrieren sich auf die Wahrnehmungen, Vorstellungen und Verständnisse von innerer und äußerer "Sicherheit". Dazu werden Akteure, Diskurse und politisch-soziale Praktiken untersucht, vorrangig im nationalstaatlichen Rahmen. Darüber hinaus wird - besonders für die Jahrzehnte nach dem Zweiten Weltkrieg - auch die Rolle internationaler Bündnissysteme wie der Europäischen Union, halboffizieller Institutionen (so der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik) und einzelner Nichtregierungsorganisationen dargestellt. Insgesamt zeigt der Band, dass "Sicherheit" auf Gefahrenwahrnehmungen bezogen ist, die in Deutschland und Russland bzw. der Sowjetunion wiederholt in Aggressionen umgeschlagen sind und im 20. Jahrhundert auch das bilaterale Verhältnis belasteten.
Review Quotes: Portal für Politikwissenschaft, 23.04.2015: Zur Besprechung gelangen Siehier.
H-Soz-Kult, 13.03.2015: In seiner Rezension zum vorliegenden Sammelband hebt Markus Mirschel die "besondere politische Relevanz [ ...] für die aktuelle Diskussion um staatliches Sicherheitsdenken und entsprechende Sicherheitswahrnehmungen" hervor. Hier lesen Sie die vollständige Rezension.