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Jahrbuch Polen. Jahrbuch Des Deutschen Polen-Instituts Darmstadt: Stadte (1., Aufl.)

Contributor(s): Kaluza, Andrzej (Editorial Board Member), Wierczimok, Jutta (Editorial Board Member)

ISBN: 9783447055314

Publisher: Harrassowitz

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Pub Date: March 19, 2007

Lexile Code: 0000

Target Age Group: NA to NA

Physical Info: 0.00" H x 0.00" L x 0.00" W ( 0.00 lbs) 224 pages

BISAC Categories:

History | Eastern Europe | General

Descriptions, Reviews, etc.

Description: Charakteristisch fur Warschau, aber auch fur die anderen polnischen Grossstadte sind die starken Kontraste zwischen einer modernen Buro- und Wohnbebauung und Luxus-Einkaufszentren auf der einen Seite - und riesigen sozialistischen Wohnkomplexen und heruntergewirtschafteten offentlichen Gebauden auf der anderen Seite.(Bohdan Jalowiecki) Erst nach 1989 wurde den Architekten nach vierzig Jahren der Status eines freien Berufes zuruckgegeben, und sie erhielten wieder die Moglichkeit, private Buros zu grunden. Die grossen staatlichen Buros mit mehreren Hundert Beschaftigten brachen zusammen. An die Stelle des Staates und seiner Wohnungsgesellschaften traten private - auch auslandische - Bauherrn als Hauptauftraggeber, die neue Standards setzten. Man war befreit von Normen und Typisierungen; die primitive Fertigteilbauweise gehorte endgultig der Vergangenheit an. Auf dem Markt erschienen Technologien und Materialien, die bisher nur in westlichen Zeitschriften zu bewundern gewesen waren.(Grzegorz Piatek) Schwer zu sagen, was die Manufaktura eigentlich ist. Eine zu gross geratene Shopping-Mall? Ein ambitionierter Kulturstandort? Ein trendiges Urban Entertainment-Center? Auch die meisten Lodzer haben keine eindeutige Antwort. Eines aber wissen sie: So etwas wie die Manufaktura gibt es kein zweites Mal in Polen. Nicht einmal im nur 130 Kilometer entfernten Warschau.(Uwe Rada) Doch die Aneignung des Fremden, die Wiedergewinnung von Geschichte und Geschichten in den wiedergewonnenen Gebieten war ein muhsamer und langsamer Prozess. Er hing ganz eng auch mit einer Modernisierung polnischer, ja europaischer Mentalitaten zusammen. Denn fremde Traditionen, die der vorherrschenden Meistererzahlung nationaler Geschichte widersprachen, konnten erst in einer Zeit verstarkt gewurdigt werden, in der sich die postmoderne Einsicht vom gleichzeitigen Vorhandensein verschiedener Erzahlungen, verschiedener Identitaten verfestigte. Man musste erst lernen, Geschichte nicht mehr teleologisch, zielgerichtet bis zur Gegenwart hin zu erzahlen, sondern das Geschichtete der Geschichte als vielstimmigen Chor zu verstehen. Und so begannen sich deutsche Erzahlmotive herauszuschalen und den polnischen hinzuzugesellen.(Peter Oliver Loew).

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