Description:
Die Monographie erinnert an das wegen seiner
Bedeutung für die Geschichte der Weimarer Republik umstrittene Abkommen zwischen
Industrie und Gewerkschaften kurz nach der Novemberrevolution 1918 sowie die bis 1924
bestehende institutionelle Sozialpartnerschaft zwischen Arbeitgebern und
Gewerkschaften. Es stellte einen Paradigmenwechsel in der Entwicklung der
Arbeitsbeziehungen vom späten Kaiserreich zur Weimarer Demokratie dar, dessen
langfristige Wirkung auch die Tarifautonomie nach 1945 beeinflusste.
Review Quotes: »Der Reiz des Werks liegt denn auch nicht in der
Erinnerung oder einer Neudeutung, sondern in einem genaueren Verständnis des
Stinnes-Legien-Abkommens. [...] Zusammenfassend lässt sich mit dem Vorwort (6) sagen,
dass es sich um eine intensive, anspruchsvolle, aber auch lesenswerte Arbeit handelt.
Lesenswert vor allem, weil Krüger minutiös aufzeigt, wie wichtig das argumentative
Ringen um Gemeinsamkeiten für das Funktionieren der Tarifautonomie und in
übergreifender Perspektive für die Verringerung von Ungleichheit in der Gesellschaft
ist.«
PD Dr. Matthias Maetschke, in: Zeitschrift der Savigny-Stiftung für Rechtsgeschichte,
German. Abt., Bd 137/2020
»Auf breiter Quellengrundlage - neben zahlreichen Firmenarchiven wurde auch der
Bestand der ZAG im Bundesarchiv ausgewertet - vermag der Autor ein wichtiges Kapitel
deutscher Sozialgeschichte nachzuzeichnen. Der vorliegende Band stellt eine
interessante Ergänzung der Studien von Gerald D. Feldman und Andrea Rehling dar.« Dr.
Volker Stalmann, in: Historische Zeitschrift, Bd. 310, 1/2020