Description:
Carl Schmitt veröffentlichte einen Großteil seiner
wichtigen Werke im Verlag Duncker & Humblot. Im Zuge der engen Zusammenarbeit mit
dem damaligen Verlagsleiter Ludwig Feuchtwanger entwickelte sich ein reger
intellektueller, anspielungsreicher Austausch auf Augenhöhe zwischen Autor und
Verleger. Dieser Briefwechsel (1918-1935) zeichnet ein Bild zweier Gelehrter in der
Weimarer Republik und dokumentiert zugleich das Scheitern einer Freundschaft.
Review Quotes: »Mit dem ersten Brief des jungen Schmitt beginnt
eine faszinierende Kommunikation, die sich über anderthalb Jahrzehnte erstreckt,
bevor sie 1933 ein jähes Ende findet. Sie beschränkt sich nicht auf Honorarfragen,
Fahnenkorrekturen und Erscheinungstermine, sondern ist von Anfang an ein Gespräch
unter intellektuell Ebenbürtigen. Ludwig Feuchtwanger, von Hause aus Jurist, Bruder
des Schriftstellers Lion Feuchtwanger, ist ein homme de lettres; er publiziert
Aufsätze über Religionsgeschichte und den jüdischen Glauben, beschäftigt sich mit
arabischer und persischer Grammatik, brilliert in seinen Briefen mit scharfsichtigen
staatstheoretischen und historischen Betrachtungen. Er wird Carl Schmitts Eckermann;
das Verhältnis wird im Laufe der Jahre fast freundschaftlich; man besucht sich,
erörtert Publikationspläne, versorgt sich gegenseitig mit Lektüretipps. [...] die
Leistung der Publikation dieses Briefwechsels [ist] im Blick auf Carl Schmitts Werk
und Person - und mehr noch im Blick auf den wunderbaren Ludwig Feuchtwanger - von
einiger Bedeutung.« Andreas Anter, in: Neue Zürcher Zeitung, 12./13. April 2008