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Symbolische Kommunikation VOR Gericht in Der Fruhen Neuzeit

Contributor(s): Schulze, Reiner (Editor)

ISBN: 9783428120376

Publisher: Duncker & Humblot

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Pub Date: April 5, 2006

Dewey: 347

Lexile Code: 0000

Features: Multi-Lingual

Target Age Group: NA to NA

Physical Info: 0.00" H x 0.00" L x 0.00" W ( 0.00 lbs) 378 pages

BISAC Categories:

Law | Civil Procedure | Religion | General

Series: Schriften Zur Europäischen Rechts- Und Verfassungsgeschichte

Descriptions, Reviews, etc.

Description: Der Wandel von symbolischen zu begrifflich-diskursiven Formen von Kommunikation wird haufig mit dem Ubergang vom Mittelalter zur Moderne in Verbindung gebracht. Die Bewertung der Fruhen Neuzeit als Epoche des langsamen Verschwindens symbolischer und ritueller Formen muss jedoch in Frage gestellt werden. Es ist vielmehr davon auszugehen, dass es sich nicht um ein Nachlassen, sondern um eine Funktionsveranderung handelte, die sich auf alle Felder sozialer Interaktion erstreckt hat. Unter dieser Fragestellung untersuchen die Beitrage des Bandes, welche Unterschiede in der Bedeutung, den Ausdrucksmitteln und den Formen symbolischer Kommunikation vor Gericht in verschiedenen Herrschaftsgebieten und Regionen wahrend der fruhen Neuzeit bestanden. Die Untersuchungen konzentrieren sich auf drei Schwerpunkte im fruhneuzeitlichen Gerichtsverfahren: Fur die Mundlichkeit stellen sie bisherige Vorstellungen uber die Formstrenge in Frage und analysieren Sprachhandlungen und Sprechformeln vor dem Hintergrund einer zunehmenden Professionalisierung und Verwissenschaftlichung des Rechts. Im Hinblick auf die Funktionen von Gesten und Symbolen analysieren sie die Prozesshandlungen und das Verhalten der Personen vor Gericht sowie den Gerichtsraum und dessen Abgrenzungen. Prozessuale Interaktion, das Zusammenwirken von Bild und Text sowie von Bild und Raum fuhren uber die bisherigen ikonographischen Forschungen hinaus. Der Band nimmt die spezifische Rationalitat zeitlich unterschiedlicher Kommunikationsformen in den Blick. Er hinterfragt dabei die haufig vorgenommene Abgrenzung irrationaler symbolischer Formen der Kommunikation in der Vormoderne von einer diskursiven rationalen Kommunikation der Moderne kritisch. Beitrage aus acht europaischen Landern sowie aus verschiedenen Disziplinen spiegeln den aktuellen Forschungsstand wider und geben Anregung zu weiterfuhrenden historisch-vergleichenden Forschungen auf diesem Gebiet.

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