Description: Den Reichstagsbrand am 27. Marz 1933 nutzten die Nationalsozialisten nahezu umgehend, um ihre politischen Gegner zu verfolgen. Daher wurde wiederholt gemutmaat, dass sie selbst die eigentlichen Drahtzieher hinter dem Brandanschlag waren. Unlangst kamen alte Dokumente ans Licht, die diese Vermutung endgultig zu belegen schienen. Im Zentrum steht die eidesstattliche Erklarung eines SA-Mannes, Martin Lennings, der aussagte, dass er den Brandstifter zum Reichstag gefahren habe. Rainer Orth greift das Dokument auf und untersucht, wie tragfahig es in quellenkritischer Hinsicht ist. Bei den Uberlegungen spielt das Leben und Wirken Martin Lennings eine zentrale Rolle.