Description: English summary: Raik Heckl shows that the composition of the book of Job as a poem framed by a prose text was developed by adding the prose frame to an earlier independent poem. In this earlier poem, Job was depicted as a pious pagan, who held onto his relationship to his deity. In the Yahweh speeches, the God of Israel reveals himself to Job. The earlier poem deals exemplarily with the question of God's attitude towards suffering. The prose frame transfers this image of Job into a theological concept of history. Job, who in the prologue is already presented as a pious worshipper of Yahweh, becomes a representative of Israel's fate. His final restoration prefigures the coming restoration of Israel and thus constitutes a contrast to the Deuteronomic theological concept of history in the books of Samuel and Kings. German description: Raik Heckl weist nach, dass das Gegenuber von Prosa und Dichtung im Hiobbuch dadurch zustande kam, dass eine altere Hiobdichtung mit eigener Koharenzstruktur und Intention nachtraglich erzahlerisch gerahmt wurde. In der alteren Dichtung wurde Hiob als frommer Heide dargestellt, der an seiner Gottesbeziehung im Leiden festhalt und dem sich in den Gottesreden Jhwh, der Gott Israels, in einer personlichen Gottesbegegnung offenbart. Wahrend sich die Dichtung in exemplarischer Weise mit der Frage nach Gottes Stellung zum Leiden beschaftigt, werden Thema und Hauptfigur in der Rahmenerzahlung geschichtstheologisch umgedeutet. Hiob, der hier von vornherein als Jhwh -Verehrer erscheint, wird durch eine strukturbildende Verarbeitung von 1 Sam 1-4 zum Reprasentanten des Geschicks des Volkes Israel gemacht. Die Wiederherstellung des unschuldig Leidenden weist auf eine zukunftige Wiederherstellung Israels hin, wodurch das deuteronomistische Geschichtskonzept der Samuelis- /Konigebucher kontrastiert wird.
Brief description: Raik Heckl, Geboren 1967; Studium der Ev. Theologie in Leipzig, Naumburg und Halle; 1994/95 Studium der Judaistik in Jerusalem; 2001 Promotion; 2000-2002 Mitarbeit an der Zeitschrift fur Althebraistik an der Universitat Bonn; 2002 Teilnahme am Lehrkurs des Deutschen Evangelischen Instituts fur Altertumswissenschaft des Heiligen Landes in Jordanien, Syrien und Israel; seit 2003 wiss. Assistent an der Theologischen Fakultat Leipzig; 2008 Habilitation.