Description:
After the First World War the former imperial city of Vienna elected a stable Social Democratic majority. Throughout the 1920s and into the 1930s, "Red Vienna" (as it was derisively called by its critics) became the site of successful large-scale experiments in public housing, hygiene, and education, while still maintaining its world-class contributions to music, literature, art, culture, and science. Though Red Vienna eventually fell victim to fascist violence, the era left a rich legacy that has the potential to influence our own tumultuous time.
Red Vienna Sourcebook will provide scholars and students with original documents from the interwar period with thorough introductions and commentaries. The book's thirty-six chapters include primary works from canonical names such as Sigmund Freud and Arthur Schnitzler but also introductions to lesser-known figures such as sociologist Käthe Leichter or health policy pioneer Julius Tandler. These documents will appeal to researchers in such diverse areas as economics, architecture, music, film history, philosophy, women's studies, sports and body culture, and Jewish studies.
Review Quotes:
"Mit Das Rote Wien. Schlüsseltexte der Zweiten Wiener Moderne bietet ein Kollektiv von Historikern ein intellektuelles Flanierbuch mit vielerlei Anknüpfungen an Probleme der Gegenwart. Es ist, ohne Umschweife, das historische Buch des Jahres." David Mayer, Tagebuch 12/1, 30.11.2020
"Als die Sozialdemokratie 1919 in Wien die Macht übernahm, stand ihr ein Repertoire an Vorfeldorganisationen zur Verfügung, der nahezu jeden Lebensbereich der Bevölkerung umfasste. Wie weit gefächert diese Institutionen - von den Naturfreunden bis zu den Arbeiterhochschulen - waren, dokumentiert ein neuer Sammelband, der auf knapp tausend Seiten Schlüsseltexte der zweiten Wiener Moderne 1919-1934 versammelt. Die Herausgeber, eine internationale Forschungsgemeinschaft, verstehen das Rote Wien nicht bloß als ein sozialpolitisches Reformunternehmen, sondern als ein Projekt der Spätaufklärung zur Modernisierung, Ästhetisierung und Rationalisierung der Gesellschaft. In 36 Kapitel gliedert das Kompendium das Weltbild des Roten Wiens, das von konkreter Finanz- und Gesundheitspolitik über Migration bis hin zu Stilfragen in Architektur, Musik oder Filmkunst reicht. [...] Die Errungenschaften des Roten Wiens sind aus der Donaumetropole nicht wegzudenken - bloß werden sie nicht mehr als Errungenschaften wahrgenommen." Joachim Riedl: Soviel Zukunft war schon einmal. In: DIE ZEIT vom 28. November 2020
"Was für ein phantastisches Buch. Große Empfehlung." Florian Klenk, Der Falter, Facebook-Post vom 5.12.2020